Morbus Bechterew: Symptome, Ursachen, Behandlung und 5 hilfreiche Übungen

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparates. Viele Menschen kennen das unangenehme Ziehen im unteren Rücken nach langem Sitzen, körperlicher Arbeit oder einer ungewohnten Belastung. Normalerweise werden die Beschwerden durch bestimmte Bewegungen ausgelöst und bessern sich im Laufe der Zeit wieder. Doch was bedeutet es, wenn Rückenschmerzen vor allem nachts auftreten, die Wirbelsäule morgens lange steif ist und Bewegung die Beschwerden eher verbessert als Ruhe?
Hinter solchen Symptomen kann Morbus Bechterew stecken. Die Erkrankung gehört zu den chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und betrifft besonders häufig die Wirbelsäule sowie die Iliosakralgelenke zwischen Kreuzbein und Becken. Anders als bei gewöhnlichen mechanischen Rückenschmerzen entsteht ein Teil der Beschwerden durch entzündliche Prozesse.
Medizinisch wird Morbus Bechterew heute als ankylosierende Spondylitis beziehungsweise radiografische axiale Spondyloarthritis bezeichnet. Die Erkrankung gehört damit zu einem grösseren Spektrum entzündlich-rheumatischer Wirbelsäulenerkrankungen.
Viele Betroffene erleben zunächst einen langen Weg bis zur richtigen Diagnose. Die Beschwerden beginnen häufig schleichend, werden über Jahre als gewöhnliche Rückenschmerzen eingeordnet und gelegentlich ausschliesslich mit Massagen oder allgemeinen Rückenübungen behandelt. Dabei ist eine frühzeitige rheumatologische Abklärung wichtig, weil sich entzündliche Prozesse mit geeigneten Medikamenten gezielt beeinflussen lassen.
Gleichzeitig spielt Physiotherapie eine bedeutende Rolle. Regelmässige Bewegung, gezielte Kräftigung, Ausdauertraining und Übungen zur Erhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit gehören zu den zentralen Bestandteilen der Behandlung.
In diesem Artikel erfährst du, wie Morbus Bechterew entsteht, welche Symptome besonders typisch sind, wie sich entzündliche von mechanischen Rückenschmerzen unterscheiden und welche Behandlungsmöglichkeiten nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand sinnvoll sind.
Was ist Morbus Bechterew?
Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der insbesondere die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke betroffen sein können.
Die Erkrankung gehört zur Gruppe der Spondyloarthritiden.
Darunter versteht man verschiedene rheumatische Erkrankungen, die gemeinsame klinische und immunologische Merkmale besitzen.
Der modernere Oberbegriff für entzündliche Erkrankungen mit hauptsächlicher Beteiligung der Wirbelsäule lautet axiale Spondyloarthritis.
Dabei unterscheidet man zwei wesentliche Formen.
Bei der radiografischen axialen Spondyloarthritis, die dem klassischen Morbus Bechterew entspricht, sind bestimmte strukturelle Veränderungen an den Iliosakralgelenken auf konventionellen Röntgenbildern nachweisbar.
Bei der nicht radiografischen axialen Spondyloarthritis fehlen solche eindeutigen Veränderungen auf gewöhnlichen Röntgenaufnahmen.
Trotzdem kann bereits eine aktive entzündliche Erkrankung vorliegen.
Besonders die Magnetresonanztomografie kann unter bestimmten Voraussetzungen entzündliche Veränderungen sichtbar machen, bevor klassische Röntgenveränderungen entstehen.
Beide Formen können ähnliche Beschwerden und erhebliche Einschränkungen verursachen.
Deshalb ist die Vorstellung überholt, dass erst eine sichtbar versteifte Wirbelsäule auf Morbus Bechterew beziehungsweise eine axiale Spondyloarthritis hinweist.
Welche Körperregionen sind betroffen?
Besonders häufig betreffen die entzündlichen Prozesse die Iliosakralgelenke und die Wirbelsäule.
Die Iliosakralgelenke befinden sich zwischen Kreuzbein und Beckenknochen. Sie übertragen einen Teil der Kräfte zwischen Rumpf und Beinen.
Eine Entzündung dieser Gelenke wird als Sakroiliitis bezeichnet.
Sie kann tief sitzende Rückenschmerzen und Gesässschmerzen verursachen.
Auch die Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule können betroffen sein.
Zusätzlich sind Veränderungen an anderen Gelenken möglich, beispielsweise an den Hüft- oder Schultergelenken.
Bei manchen Menschen entstehen entzündliche Beschwerden an den Sehnen- und Bandansätzen.
Diese bezeichnet man als Enthesitis.
Typische Regionen sind unter anderem der Achillessehnenansatz und bestimmte Strukturen im Bereich der Ferse.
Morbus Bechterew ist somit keine Erkrankung, die ausschliesslich den Rücken betrifft.
Welche Symptome sind typisch für Morbus Bechterew?
Eines der wichtigsten Symptome sind chronische Rückenschmerzen, die häufig bereits im jüngeren Erwachsenenalter beginnen.
Im Gegensatz zu vielen mechanischen Rückenschmerzen stehen die Beschwerden oft in einem Zusammenhang mit Ruhephasen.
Betroffene berichten beispielsweise darüber, dass sie nachts wegen Rückenschmerzen aufwachen.
Besonders die zweite Nachthälfte kann betroffen sein.
Auch eine ausgeprägte Morgensteifigkeit ist charakteristisch.
Dabei fühlt sich der Rücken nach dem Aufstehen zunächst unbeweglich an.
Durch Bewegung oder körperliche Aktivität bessern sich die Beschwerden bei vielen Menschen.
Darüber hinaus können tief sitzende Gesässschmerzen auftreten, die teilweise zwischen beiden Seiten wechseln.
Eine zunehmende Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit ist ebenfalls möglich.
Manche Betroffene leiden zusätzlich unter ausgeprägter Müdigkeit und einer reduzierten körperlichen Leistungsfähigkeit.
Allerdings treten nicht alle Symptome bei jedem Menschen auf.
Auch die Intensität der Beschwerden kann sich im Krankheitsverlauf deutlich verändern.
Entzündliche oder mechanische Rückenschmerzen: Was ist der Unterschied?
Die Unterscheidung zwischen entzündlichen und mechanischen Rückenschmerzen ist besonders wichtig.
Gewöhnliche mechanische Rückenschmerzen werden häufig durch bestimmte Belastungen oder Bewegungen beeinflusst.
Manchmal bessern sie sich durch eine vorübergehende Entlastung.
Bei entzündlichen Rückenschmerzen ist das Muster häufig anders.
Typisch sind ein schleichender Beginn, ausgeprägte Morgensteifigkeit und eine Verbesserung durch Bewegung.
Auch nächtliches Erwachen wegen Rückenschmerzen kann ein wichtiger Hinweis sein.
Merkmal | Entzündlicher Rückenschmerz | Häufiger mechanischer Rückenschmerz |
Beginn | Oft schleichend, häufig vor dem 45. Lebensjahr | In jedem Alter möglich |
Morgensteifigkeit | Häufig ausgeprägt | Oft geringer ausgeprägt |
Bewegung | Bessert Beschwerden häufig | Kann verbessern oder verstärken |
Ruhe | Beschwerden können bestehen bleiben | Kann entlastend wirken |
Nachtschmerz | Besonders in der zweiten Nachthälfte möglich | Unterschiedlich |
Gesässschmerzen | Teilweise wechselnd | Ebenfalls möglich |
Diese Unterschiede sind jedoch keine zuverlässigen diagnostischen Tests.
Auch Menschen mit mechanischen Rückenschmerzen können nachts Beschwerden haben.
Umgekehrt zeigt nicht jede Person mit axialer Spondyloarthritis sämtliche typischen entzündlichen Merkmale.
Die Diagnose erfordert deshalb eine umfassende rheumatologische Beurteilung.
Warum verursacht Morbus Bechterew Schmerzen in der Nacht?
Bei Morbus Bechterew spielen chronisch-entzündliche Prozesse eine wichtige Rolle.
Diese können auch während körperlicher Ruhe aktiv bleiben.
Viele Betroffene berichten deshalb über Rückenschmerzen in der zweiten Nachthälfte.
Nach dem Aufstehen und bei körperlicher Bewegung nehmen die Beschwerden häufig ab.
Allerdings ist der genaue Zusammenhang zwischen Entzündungsaktivität, Schlaf und Schmerzwahrnehmung komplex.
Schmerzen entstehen nicht ausschliesslich durch strukturelle Veränderungen.
Auch Prozesse der Schmerzverarbeitung, Schlafqualität und psychische Belastungen können die Intensität beeinflussen.
Deshalb sollte die Behandlung sowohl die Krankheitsaktivität als auch individuelle funktionelle und psychosoziale Faktoren berücksichtigen.
Welche Ursachen hat Morbus Bechterew?
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt.
Die Erkrankung entsteht wahrscheinlich durch ein Zusammenspiel genetischer und immunologischer Faktoren.
Eine wichtige Rolle spielt das genetische Merkmal HLA-B27.
Dabei handelt es sich um eine bestimmte Variante eines Proteins, das an der Funktion des Immunsystems beteiligt ist.
HLA-B27 kommt bei vielen Menschen mit axialer Spondyloarthritis vor.
Allerdings tragen auch zahlreiche gesunde Menschen dieses genetische Merkmal.
Deshalb bedeutet ein positiver HLA-B27-Befund nicht automatisch, dass Morbus Bechterew vorliegt.
Umgekehrt kann die Erkrankung auch bei Personen auftreten, die HLA-B27-negativ sind.
Die genetische Veranlagung erhöht somit unter bestimmten Umständen das Risiko, ist aber weder ein alleiniger Auslöser noch ein eindeutiger diagnostischer Nachweis.
Auch weitere immunologische und möglicherweise umweltbedingte Faktoren werden wissenschaftlich untersucht.
Ist Morbus Bechterew erblich?
Eine familiäre Häufung ist bekannt.
Menschen mit betroffenen nahen Angehörigen können ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besitzen.
Das hängt unter anderem mit genetischen Faktoren wie HLA-B27 zusammen.
Allerdings bedeutet eine familiäre Vorbelastung nicht, dass die Erkrankung zwangsläufig vererbt wird.
Viele Angehörige von Menschen mit Morbus Bechterew entwickeln niemals selbst eine axiale Spondyloarthritis.
Deshalb sollte nicht allein aufgrund einer familiären Diagnose von einer eigenen Erkrankung ausgegangen werden.
Wenn jedoch gleichzeitig typische Symptome bestehen, kann die Familiengeschichte ein wichtiger diagnostischer Hinweis sein.
Können Frauen Morbus Bechterew bekommen?
Ja. Axiale Spondyloarthritis betrifft sowohl Männer als auch Frauen.
Historisch wurde die Erkrankung besonders häufig bei Männern diagnostiziert.
Ein Grund dafür war, dass lange Zeit vor allem fortgeschrittene radiografische Veränderungen als typische Krankheitszeichen angesehen wurden.
Die nicht radiografische axiale Spondyloarthritis kann jedoch auch bei Frauen auftreten.
Zudem unterscheiden sich die klinischen Verläufe teilweise.
Frauen berichten beispielsweise bei bestimmten Erkrankungsformen häufiger über zusätzliche periphere Beschwerden oder ausgeprägte subjektive Krankheitsbelastung.
Wichtig ist deshalb, bei typischen entzündlichen Rückenschmerzen unabhängig vom Geschlecht an eine axiale Spondyloarthritis zu denken.
Kann Morbus Bechterew die Wirbelsäule versteifen?
Bei bestimmten Betroffenen können im Laufe der Erkrankung strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule entstehen.
Dazu gehört die Bildung knöcherner Verbindungen zwischen benachbarten Wirbeln.
Diese werden als Syndesmophyten bezeichnet.
Wenn solche Veränderungen fortschreiten, können einzelne Wirbelsäulenabschnitte zunehmend an Beweglichkeit verlieren.
In schweren Fällen kann eine weitgehende Verknöcherung mehrerer Wirbelsäulenabschnitte entstehen.
Historisch wird dann teilweise von einer sogenannten Bambusstabwirbelsäule gesprochen.
Allerdings entwickelt nicht jeder Mensch mit Morbus Bechterew eine solche ausgeprägte Versteifung.
Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen.
Eine frühzeitige Diagnostik, eine geeignete medikamentöse Behandlung und regelmässige körperliche Aktivität sind deshalb besonders wichtig.
Welche weiteren Erkrankungen können auftreten?
Axiale Spondyloarthritis kann mit weiteren entzündlichen Erkrankungen verbunden sein.
Besonders bekannt ist die akute vordere Uveitis.
Dabei handelt es sich um eine Entzündung im Bereich des Auges.
Mögliche Symptome sind ein plötzlich gerötetes, schmerzhaftes Auge, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen.
Eine solche Symptomatik erfordert eine dringende augenärztliche Untersuchung.
Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können mit axialer Spondyloarthritis verbunden sein.
Darüber hinaus tritt die Erkrankung bei manchen Menschen gemeinsam mit Psoriasis auf.
Diese Zusammenhänge sind diagnostisch wichtig.
Wer chronische Rückenschmerzen besitzt und zusätzlich unter entsprechenden Augen-, Haut- oder Darmerkrankungen leidet, sollte dies bei einer ärztlichen Untersuchung unbedingt erwähnen.
Wie wird Morbus Bechterew diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt anhand mehrerer Informationen.
Am Anfang steht eine ausführliche Krankengeschichte.
Dabei werden unter anderem die Dauer der Rückenschmerzen, das Alter beim Symptombeginn und mögliche entzündliche Beschwerdemuster berücksichtigt.
Auch Begleiterkrankungen und familiäre Vorbelastungen können wichtige Hinweise liefern.
Anschliessend erfolgt eine körperliche Untersuchung.
Dabei können die Wirbelsäulenbeweglichkeit, die Funktion der Hüftgelenke und mögliche entzündliche Veränderungen anderer Gelenke beurteilt werden.
Zusätzlich können Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren eingesetzt werden.
Besonders wichtig ist, dass kein einzelner Test die Erkrankung zuverlässig nachweisen oder ausschliessen kann.
Die endgültige Diagnose sollte durch eine entsprechend qualifizierte rheumatologische Fachperson gestellt werden.
Welche Blutwerte sind wichtig?
Zu den möglichen Laboruntersuchungen gehören Entzündungswerte wie C-reaktives Protein und die Blutsenkungsgeschwindigkeit.
Diese können bei einer aktiven entzündlichen Erkrankung erhöht sein.
Allerdings besitzen viele Menschen mit axialer Spondyloarthritis normale Entzündungswerte.
Ein unauffälliger CRP-Wert schliesst die Erkrankung deshalb nicht aus.
Auch die Bestimmung von HLA-B27 kann sinnvoll sein.
Ein positiver Befund erhöht unter bestimmten klinischen Voraussetzungen die Wahrscheinlichkeit einer axialen Spondyloarthritis.
Für sich allein ist der Test jedoch nicht ausreichend.
Die Laborergebnisse müssen immer gemeinsam mit den Beschwerden und der Bildgebung bewertet werden.
Röntgen oder MRT: Was ist besser?
Konventionelle Röntgenaufnahmen können strukturelle Veränderungen der Iliosakralgelenke und der Wirbelsäule darstellen.
Allerdings entstehen solche Veränderungen teilweise erst im weiteren Krankheitsverlauf.
Bei einer frühen axialen Spondyloarthritis können gewöhnliche Röntgenbilder deshalb unauffällig sein.
Die Magnetresonanztomografie kann dagegen unter bestimmten Voraussetzungen aktive entzündliche Veränderungen sichtbar machen.
Besonders relevant ist die Untersuchung der Iliosakralgelenke.
Allerdings ist auch die MRT nicht vollkommen spezifisch.
Bestimmte Veränderungen können beispielsweise durch mechanische Belastungen oder andere Ursachen entstehen.
Deshalb sollte ein MRT-Befund niemals isoliert als Beweis für Morbus Bechterew gewertet werden.
Was hilft wirklich gegen Morbus Bechterew?
Die Behandlung verfolgt mehrere Ziele.
Dazu gehören die Kontrolle entzündlicher Krankheitsaktivität, die Reduktion von Schmerzen und Steifigkeit sowie der langfristige Erhalt der körperlichen Funktion.
Die internationalen ASAS-EULAR-Empfehlungen betonen besonders die Kombination aus medikamentöser und nicht medikamentöser Behandlung.
Zu den nicht medikamentösen Massnahmen gehören Patienteninformation, regelmässige körperliche Aktivität und gegebenenfalls spezialisierte Physiotherapie.
Auch ein Rauchstopp wird ausdrücklich empfohlen.
Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf.
Bei vielen Betroffenen kommen zunächst nicht steroidale Antirheumatika infrage.
Dazu gehören beispielsweise bestimmte entzündungshemmende Schmerzmittel.
Wenn die Krankheitsaktivität trotz geeigneter Behandlung weiterhin hoch ist, können gezielte immunmodulierende Medikamente notwendig werden.
Die Auswahl erfolgt durch den behandelnden Rheumatologen.
Welche Medikamente werden eingesetzt?
Nicht steroidale Antirheumatika, häufig als NSAR bezeichnet, gehören zu den etablierten medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten.
Sie können Schmerzen und entzündliche Beschwerden reduzieren.
Allerdings sind solche Medikamente nicht für jeden Menschen geeignet.
Mögliche Nebenwirkungen betreffen unter anderem Magen-Darm-Trakt, Nieren und Herz-Kreislauf-System.
Wenn eine ausreichend kontrollierte Krankheitsaktivität damit nicht erreicht wird, können Biologika infrage kommen.
Dazu gehören insbesondere TNF-Inhibitoren und IL-17-Inhibitoren.
Auch bestimmte zielgerichtete synthetische Medikamente, beispielsweise JAK-Inhibitoren, kommen unter geeigneten Voraussetzungen infrage.
Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Besonders relevant sind die entzündliche Krankheitsaktivität, mögliche Begleiterkrankungen und individuelle Sicherheitsaspekte.
Beispielsweise können bestimmte Wirkstoffgruppen bei gleichzeitig bestehenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen unterschiedlich geeignet sein.
Die Behandlung sollte deshalb durch eine rheumatologische Fachperson überwacht werden.
Warum ist Physiotherapie bei Morbus Bechterew so wichtig?
Physiotherapie gehört zu den zentralen nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten bei axialer Spondyloarthritis.
Die internationale ASAS-EULAR-Leitlinie empfiehlt ausdrücklich regelmässige Bewegung und die Berücksichtigung physiotherapeutischer Behandlung.
Dabei zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass angeleitetes Training gegenüber ausschliesslich selbstständig durchgeführten Übungen zusätzliche Vorteile bieten kann.
Besonders wichtig sind die Erhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit, der Aufbau von Muskelkraft und die Förderung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit.
Auch Atemübungen können eine Rolle spielen.
Das ist relevant, weil Veränderungen der Brustwirbelsäule und der Rippenbeweglichkeit unter bestimmten Umständen die Beweglichkeit des Brustkorbs beeinflussen können.
Die Physiotherapie sollte dabei an die individuelle Krankheitsaktivität angepasst werden.
Nicht jede Person benötigt dasselbe Übungsprogramm.
Bei ausgeprägten strukturellen Veränderungen, Osteoporose oder einer weitgehend versteiften Wirbelsäule müssen bestimmte Belastungen besonders sorgfältig ausgewählt werden.
Die 5 besten Übungen bei Morbus Bechterew
Die folgenden Übungen können bei einer stabilen, medizinisch abgeklärten axialen Spondyloarthritis zur Erhaltung der Beweglichkeit und allgemeinen Fitness beitragen.
Sie ersetzen keine entzündungshemmende Behandlung.
Besonders bei einer fortgeschrittenen Versteifung der Wirbelsäule oder einer erhöhten Frakturgefahr sollten Übungen individuell durch eine entsprechend qualifizierte physiotherapeutische Fachperson ausgewählt werden.
Vermeide ruckartige Bewegungen, starke Hebelkräfte und gewaltsame Mobilisationen.
Übung 1: Sanfte Brustwirbelsäulenaufrichtung
Setze dich aufrecht auf einen stabilen Stuhl.
Stelle beide Füsse flach auf den Boden und lege die Hände locker auf die Oberschenkel.
Richte deinen Oberkörper langsam auf, ohne den unteren Rücken übermässig ins Hohlkreuz zu drücken.
Bewege den Brustkorb vorsichtig etwas nach oben.
Anschliessend entspannst du dich wieder.
Beginne mit ungefähr acht bis zehn Wiederholungen.
Die Übung soll die vorhandene Aufrichtungsbeweglichkeit erhalten und die bewusste Kontrolle des Oberkörpers fördern.
Bei einer bereits strukturell versteiften Wirbelsäule darf die Bewegung nicht erzwungen werden.
Übung 2: Wirbelsäulenmobilisation im Vierfüsslerstand
Begib dich in den Vierfüsslerstand.
Positioniere die Hände ungefähr unter den Schultern und die Knie unter den Hüften.
Bewege den Rücken langsam in eine leichte Rundung.
Anschliessend führst du ihn vorsichtig in Richtung einer neutralen beziehungsweise leicht gestreckten Position.
Die Bewegung sollte innerhalb eines angenehmen Bewegungsumfangs bleiben.
Beginne mit acht bis zwölf Wiederholungen.
Diese Übung kann helfen, die vorhandene Beweglichkeit der Wirbelsäule regelmässig zu nutzen.
Bei stark eingeschränkter Stabilität oder bekannter Frakturgefahr ist eine individuelle Anpassung erforderlich.
Übung 3: Brustkorbbewegung und Atmung
Setze dich bequem auf einen Stuhl und lege deine Hände seitlich an den unteren Brustkorb.
Atme langsam und ruhig ein.
Versuche wahrzunehmen, wie sich der Brustkorb während der Einatmung bewegt.
Anschliessend atmest du entspannt wieder aus.
Beginne mit fünf bis acht ruhigen Atemzügen.
Ziel ist eine bewusste, angenehme Atembewegung.
Versuche nicht, den Brustkorb unter Schmerzen maximal auszudehnen.
Übung 4: Kräftigung der Rücken- und Schultergürtelmuskulatur
Befestige ein leichtes Widerstandsband sicher vor deinem Körper.
Greife das Band mit beiden Händen und ziehe die Ellenbogen langsam nach hinten.
Die Schulterblätter bewegen sich dabei kontrolliert.
Anschliessend führst du die Arme langsam in die Ausgangsposition zurück.
Beginne mit zehn bis zwölf Wiederholungen.
Die Übung kräftigt verschiedene Muskeln des oberen Rückens.
Eine gut trainierte Muskulatur kann die allgemeine körperliche Belastbarkeit unterstützen.
Übung 5: Regelmässiges Gehen und Ausdauertraining
Neben gezielten Beweglichkeitsübungen ist regelmässiges Ausdauertraining wichtig.
Gehen eignet sich für viele Menschen als unkomplizierter Einstieg.
Beginne beispielsweise mit zehn bis zwanzig Minuten in einem angenehmen Tempo.
Wenn die Belastung gut vertragen wird, kann die Dauer schrittweise erhöht werden.
Auch Schwimmen, Radfahren oder andere geeignete Ausdaueraktivitäten können sinnvoll sein.
Die Auswahl sollte an die individuelle Beweglichkeit, Belastbarkeit und mögliche Begleiterkrankungen angepasst werden.
Ist Krafttraining bei Morbus Bechterew erlaubt?
Grundsätzlich kann Krafttraining bei axialer Spondyloarthritis sinnvoll sein.
Ein angepasstes Training trägt dazu bei, Muskelkraft und körperliche Belastbarkeit zu erhalten.
Besonders relevant ist dies, weil chronische entzündliche Erkrankungen mit Phasen reduzierter körperlicher Aktivität verbunden sein können.
Allerdings muss die Belastung individuell angepasst werden.
Bei fortgeschrittenen strukturellen Veränderungen und einer möglichen Osteoporose können bestimmte Übungen mit hohen Kräften auf die Wirbelsäule problematisch sein.
Besonders starke Rotationsbewegungen, ruckartige Belastungen oder unkontrolliertes Training mit schweren Gewichten sollten dann vermieden werden.
Ein physiotherapeutisch angeleitetes Krafttraining kann helfen, geeignete Übungen auszuwählen und die Belastung schrittweise zu steigern.
Darf man mit Morbus Bechterew Sport machen?
Ja. Regelmässige körperliche Aktivität wird ausdrücklich empfohlen.
Die ASAS-EULAR-Leitlinie betrachtet Bewegung als wichtigen Bestandteil der Behandlung.
Dabei sollte die Auswahl der Sportarten individuell erfolgen.
Schwimmen, Gehen, Radfahren und verschiedene Formen des Krafttrainings können geeignet sein.
Auch andere Sportarten können bei guter Krankheitskontrolle möglich sein.
Bei einer stark eingeschränkten Beweglichkeit, fortgeschrittener Versteifung oder erhöhtem Knochenbruchrisiko müssen allerdings besondere Vorsichtsmassnahmen berücksichtigt werden.
Vor allem Sportarten mit hohem Sturz- oder Kollisionsrisiko können bei fortgeschrittener Erkrankung problematisch sein.
Eine pauschale Empfehlung für oder gegen bestimmte Sportarten ist deshalb nicht für alle Betroffenen sinnvoll.
Welche Rolle spielt Ernährung bei Morbus Bechterew?
Eine ausgewogene Ernährung ist für die allgemeine Gesundheit und den Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit wichtig.
Besonders bei chronischen entzündlichen Erkrankungen wird häufig über sogenannte entzündungshemmende Ernährungsformen diskutiert.
Dabei stehen unter anderem Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und hochwertige Fettquellen im Vordergrund.
Solche Lebensmittel können Bestandteil einer allgemein gesundheitsförderlichen Ernährung sein.
Allerdings gibt es keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine bestimmte Diät Morbus Bechterew zuverlässig heilt.
Auch der vollständige Verzicht auf einzelne Lebensmittelgruppen ist nicht grundsätzlich erforderlich.
Besonders bei zusätzlicher Osteoporose oder einem erhöhten Frakturrisiko ist eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen für die Knochengesundheit relevant.
Dazu gehören unter anderem Calcium, Vitamin D und eine angemessene Proteinzufuhr.
Eine spezielle Ernährung sollte deshalb als unterstützender Bestandteil betrachtet werden und nicht als Ersatz für eine wirksame antirheumatische Behandlung.
Warum ist Rauchen besonders problematisch?
Rauchen ist bei axialer Spondyloarthritis mit ungünstigeren Krankheitsverläufen assoziiert.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen Zusammenhänge zwischen Rauchen, entzündlicher Krankheitsaktivität und struktureller Progression.
Deshalb empfehlen die internationalen ASAS-EULAR-Leitlinien ausdrücklich einen Rauchstopp.
Diese Empfehlung ist auch unabhängig von Morbus Bechterew sinnvoll, weil Rauchen zahlreiche weitere Gesundheitsrisiken erhöht.
Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann medizinische Beratungsangebote und geeignete Entwöhnungsprogramme nutzen.
Wie verläuft Morbus Bechterew langfristig?
Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich.
Manche Menschen erleben längere Phasen mit geringer Krankheitsaktivität.
Andere leiden unter wiederkehrenden entzündlichen Schüben oder einer anhaltend erhöhten Aktivität.
Bei einem Teil der Betroffenen können strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule fortschreiten.
Allerdings entwickeln nicht alle Patienten ausgeprägte Versteifungen.
Moderne Behandlungsmöglichkeiten haben die Aussichten auf eine wirksame Kontrolle der Beschwerden erheblich verbessert.
Besonders wichtig ist eine regelmässige rheumatologische Betreuung.
Dabei sollten Krankheitsaktivität, körperliche Funktion und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt werden.
Auch Bewegung und Physiotherapie bleiben langfristig wichtige Bestandteile der Behandlung.
Ist Morbus Bechterew heilbar?
Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist Morbus Bechterew nicht im Sinne einer dauerhaft beseitigten Krankheitsursache heilbar.
Allerdings stehen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Bei vielen Menschen lässt sich die entzündliche Krankheitsaktivität deutlich reduzieren.
Auch längere Phasen mit sehr geringer Krankheitsaktivität oder Remission sind möglich.
Entscheidend ist deshalb, die Diagnose nicht automatisch mit einer fortschreitenden Versteifung oder schweren Behinderung gleichzusetzen.
Der individuelle Verlauf kann erheblich variieren.
Wann sollte man bei Verdacht auf Morbus Bechterew zum Arzt?
Eine rheumatologische Abklärung ist besonders sinnvoll, wenn chronische Rückenschmerzen vor dem 45. Lebensjahr begonnen haben und länger als drei Monate bestehen.
Zusätzliche Hinweise sind nächtliche Schmerzen, ausgeprägte Morgensteifigkeit, eine Besserung durch Bewegung und wechselnde Gesässschmerzen.
Auch bekannte Psoriasis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, frühere Augenentzündungen oder eine familiäre Vorbelastung können relevant sein.
Eine dringende augenärztliche Untersuchung ist notwendig, wenn plötzlich ein schmerzhaftes gerötetes Auge mit Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen auftritt.
Besonders wichtig ist ausserdem die erhöhte Vorsicht bei einer bereits stark versteiften Wirbelsäule.
Nach einem Sturz oder Unfall können auch bei vergleichsweise geringer Gewalteinwirkung relevante Wirbelsäulenverletzungen entstehen.
Bei neuen starken Schmerzen nach einem Unfall sollte deshalb eine rasche medizinische Abklärung erfolgen.
Neu auftretende Lähmungen, Blasen- oder Darmfunktionsstörungen oder ausgeprägte neurologische Ausfälle sind notfallmedizinische Warnzeichen.
Häufige Fragen zu Morbus Bechterew
Wie fängt Morbus Bechterew an?
Die Erkrankung beginnt häufig schleichend mit tief sitzenden Rückenschmerzen und Morgensteifigkeit. Besonders typisch ist, dass die Beschwerden in Ruhe oder nachts auftreten und sich durch Bewegung bessern können.
Ist Morbus Bechterew eine schwere Krankheit?
Morbus Bechterew kann sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen haben geringe Beschwerden, während andere stärker eingeschränkt sind. Mit geeigneter medikamentöser Behandlung, Bewegung und rheumatologischer Betreuung lässt sich die Erkrankung bei vielen Betroffenen gut kontrollieren.
Kann man Morbus Bechterew im Blut erkennen?
Es gibt keinen einzelnen Bluttest, der die Erkrankung sicher nachweist. Entzündungswerte können erhöht sein, müssen es aber nicht. Auch HLA-B27 ist lediglich ein diagnostischer Hinweis und kein alleiniger Beweis.
Ist Morbus Bechterew dasselbe wie Rheuma?
Morbus Bechterew gehört zur Gruppe der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Der Begriff Rheuma bezeichnet jedoch viele unterschiedliche Erkrankungen mit verschiedenen Ursachen und Erscheinungsformen.
Welche Übungen helfen bei Morbus Bechterew?
Besonders wichtig sind regelmässige Beweglichkeitsübungen, Kräftigung der Rumpfmuskulatur, Atemübungen und Ausdauertraining. Die Auswahl sollte an die individuelle Krankheitsaktivität und mögliche strukturelle Veränderungen angepasst werden.
Kann Morbus Bechterew wieder verschwinden?
Die zugrunde liegende chronisch-entzündliche Erkrankung verschwindet normalerweise nicht dauerhaft. Allerdings kann die Krankheitsaktivität unter geeigneter Behandlung stark abnehmen, und längere beschwerdearme Phasen sind möglich.
Wie alt wird man mit Morbus Bechterew?
Viele Menschen mit axialer Spondyloarthritis können ein langes Leben führen. Die individuelle Prognose hängt unter anderem von der Krankheitsaktivität, möglichen Begleiterkrankungen und allgemeinen Gesundheitsfaktoren ab. Eine pauschale Lebenserwartung lässt sich aus der Diagnose allein nicht ableiten.
Hilft Physiotherapie wirklich?
Ja. Regelmässige Bewegung und gegebenenfalls angeleitete Physiotherapie sind wichtige Bestandteile der leitliniengerechten Behandlung. Besonders die körperliche Funktion, Beweglichkeit und Belastbarkeit können davon profitieren.
Was sollte man bei Morbus Bechterew vermeiden?
Bei fortgeschrittener Versteifung oder erhöhtem Frakturrisiko sollten insbesondere gewaltsame Wirbelsäulenmanipulationen und riskante Belastungen vermieden werden. Auch Rauchen ist ungünstig. Ein vollständiger Verzicht auf Sport oder gewöhnliche Bewegung ist dagegen normalerweise nicht sinnvoll.
Mein Fazit als Physiotherapeut
Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die insbesondere die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke betreffen kann.
Besonders charakteristisch sind tief sitzende Rückenschmerzen, eine ausgeprägte Morgensteifigkeit und Beschwerden während längerer Ruhephasen.
Ein wichtiger Unterschied zu vielen gewöhnlichen Rückenschmerzen besteht darin, dass Bewegung die Symptome häufig verbessert.
Aus physiotherapeutischer Sicht ist vor allem die frühzeitige Differenzierung zwischen entzündlichen und mechanischen Beschwerden entscheidend.
Nicht jeder Rückenschmerz ist auf eine Muskelverspannung, eine Bandscheibenveränderung oder eine Überlastung zurückzuführen.
Wenn die typischen Merkmale einer entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung bestehen, sollte eine rheumatologische Untersuchung erfolgen.
Die Behandlung von Morbus Bechterew beruht auf mehreren Säulen.
Moderne entzündungshemmende Medikamente können die Krankheitsaktivität gezielt beeinflussen.
Gleichzeitig spielen regelmässige Bewegung, Krafttraining, Ausdauertraining und die Erhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit eine wichtige Rolle.
Besonders hervorheben möchte ich, dass Bewegung nicht als Nebensache betrachtet werden sollte.
Internationale Leitlinien empfehlen ausdrücklich, körperliche Aktivität langfristig in die Behandlung zu integrieren.
Allerdings muss das Training individuell angepasst werden, insbesondere wenn bereits fortgeschrittene strukturelle Veränderungen oder eine erhöhte Frakturgefahr bestehen.
Mein wichtigster Rat lautet deshalb: Wenn du seit Monaten unter tief sitzenden Rückenschmerzen leidest, die nachts besonders ausgeprägt sind und sich durch Bewegung bessern, solltest du die Ursache rheumatologisch untersuchen lassen. Eine frühe Diagnose, geeignete Medikamente und regelmässige körperliche Aktivität können entscheidend dazu beitragen, die Beschwerden zu kontrollieren und langfristig eine gute Lebensqualität zu erhalten.
Wissenschaftliche Quellen
Ramiro, S., et al. (2023). ASAS-EULAR recommendations for the management of axial spondyloarthritis: 2022 update. Annals of the Rheumatic Diseases, 82(1), 19–34. https://doi.org/10.1136/ard-2022-223296
National Institute for Health and Care Excellence. (2017, aktualisiert 2025). Spondyloarthritis in over 16s: Diagnosis and management (NG65). https://www.nice.org.uk/guidance/ng65
Pan American League of Associations for Rheumatology. (2023). Recommendations for the management of axial spondyloarthritis. Nature Reviews Rheumatology. https://doi.org/10.1038/s41584-023-01034-z
Assessment of SpondyloArthritis international Society. (2022). ASAS-EULAR recommendations for the management of axSpA – 2022 update. https://www.asas-group.org/asas-eular-recommendations-for-the-management-of-axspa-2022-update/
National Institute for Health and Care Excellence. Spondyloarthritis in over 16s: Recommendations for non-pharmacological management. https://www.nice.org.uk/guidance/ng65/chapter/Recommendations
Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle ärztliche Untersuchung oder Behandlung. Bei Verdacht auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, plötzlich auftretenden Augenbeschwerden, neurologischen Ausfällen oder starken Rückenschmerzen nach einem Unfall sollte eine zeitnahe beziehungsweise sofortige medizinische Abklärung erfolgen.




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