Tibialis-posterior-Sehne: Schmerzen am Innenknöchel und 6 hilfreiche Übungen

Ein ziehender Schmerz hinter dem Innenknöchel, Beschwerden am inneren Fussgewölbe und das Gefühl, der Fuss werde beim Gehen zunehmend müde: Solche Symptome werden häufig als gewöhnliche Überlastung abgetan. Dahinter kann jedoch eine Reizung der Tibialis-posterior-Sehne stecken. Diese Sehne spielt eine wichtige Rolle für die Funktion des Fussgewölbes und wird beim Gehen, Laufen und Aufrichten auf die Zehenspitzen beansprucht.
Die Begriffe Tibialis-posterior-Tendinopathie, Tibialis-posterior-Dysfunktion und PTTD werden oft durcheinander verwendet. Sie beschreiben jedoch nicht immer dasselbe. Während eine Tendinopathie vor allem schmerzhafte Veränderungen der Sehne meint, können bei einer weitergehenden Funktionsstörung auch Bänder, Gelenke und die Fussform betroffen sein. Ein abgesunkenes Fussgewölbe ist deshalb nicht automatisch nur das Ergebnis einer geschwächten Sehne.
Gerade bei Beschwerden auf der Innenseite des Sprunggelenks ist die richtige Einordnung wichtig. Ähnliche Schmerzen können auch durch Nervenreizungen, Knochenverletzungen oder andere Sehnen entstehen. Eine Internetdiagnose anhand der Schmerzstelle reicht nicht aus. Zudem bedeutet nicht jede Sehnenreizung, dass eine Operation nötig wird oder der Fuss zwangsläufig immer flacher wird.
Bei geeigneten frühen Befunden stehen häufig nicht operative Massnahmen im Mittelpunkt. Belastungssteuerung, passende Schuhe oder Einlagen und individuell angepasstes Krafttraining können helfen. Die wissenschaftlichen Daten sind allerdings kleiner und weniger eindeutig als bei manchen anderen Sehnenproblemen. Genau diese Grenzen solltest du kennen.
In diesem Ratgeber erfährst du, wo die Tibialis-posterior-Sehne verläuft, wie typische Beschwerden entstehen, was ein Knick-Senkfuss damit zu tun haben kann, welche Untersuchungen sinnvoll sind und welche sechs Übungen als vorsichtige Beispiele für eine Rehabilitation infrage kommen.
Wo liegt die Tibialis-posterior-Sehne?
Der Musculus tibialis posterior ist ein tiefliegender Muskel auf der Rückseite des Unterschenkels. Seine Sehne zieht an der Innenseite des Sprunggelenks hinter dem Innenknöchel entlang und setzt mit mehreren Ausläufern an Knochen des Mittelfusses an. Besonders wichtig ist die Verbindung zum Kahnbein, dem Os naviculare, und weiteren Strukturen des inneren Fussgewölbes.
Die Sehne überträgt Muskelkraft auf den Fuss. Sie unterstützt unter anderem die Einwärtsbewegung des Fusses, wirkt bei der Fussgewölbefunktion mit und hilft, den Fuss während bestimmter Phasen des Gehens als belastbare Struktur zu nutzen. Das Fussgewölbe wird aber nicht von dieser Sehne allein gehalten. Bänder, Knochenform, andere Muskeln und die Plantarfaszie tragen ebenfalls dazu bei.
Bei jedem Schritt muss der Fuss zwischen Anpassungsfähigkeit und Stabilität wechseln. Ein beweglicher Fuss kann Unebenheiten ausgleichen. Für den Abstoss benötigt er wiederum ausreichend Kraft und eine günstige Lastverteilung. Die Tibialis-posterior-Sehne ist an diesem Zusammenspiel beteiligt, ohne dass sie jede Bewegung oder die gesamte Fussstellung allein kontrolliert.
Anatomie: So verläuft die Sehne hinter dem Innenknöchel

Die historische anatomische Abbildung zeigt die Fusssohle mit wichtigen Bändern und Sehnen, darunter die Sehne des Musculus tibialis posterior. Sie dient der Orientierung und zeigt keine krankhafte Veränderung. Gerade hinter dem Innenknöchel verlaufen mehrere Strukturen auf engem Raum. Deshalb ist nicht jeder Schmerz in dieser Region automatisch ein Sehnenproblem.
Was bedeutet Tibialis-posterior-Tendinopathie?
Von einer Tendinopathie spricht man, wenn eine Sehne mit belastungsabhängigen Beschwerden und einer veränderten Funktion einhergeht. Die Bezeichnung sagt zunächst nicht aus, dass die Sehne gerissen ist. Ebenso wenig lässt sich aus dem Wort eine einfache Entzündung ableiten. Bei länger bestehenden Sehnenbeschwerden können unterschiedliche biologische und mechanische Prozesse beteiligt sein.
Früher wurde häufig der Begriff Sehnenentzündung verwendet. Er kann bei einer akuten Sehnenscheidenreizung durchaus einen Teil der Situation beschreiben, ist aber als allgemeine Erklärung chronischer Sehnenbeschwerden zu ungenau. Die Behandlung sollte sich deshalb nicht allein darauf konzentrieren, eine vermeintliche Entzündung zu unterdrücken.
Wichtig ist auch die Unterscheidung zur posterioren Tibialissehnen-Dysfunktion, kurz PTTD. Dieser ältere Sammelbegriff wurde häufig für eine Reihe von Zuständen benutzt, die von Sehnenschmerz bis zu einem erworbenen Plattfuss reichen. Heute wird bei komplexeren Fussfehlstellungen zunehmend der Begriff Progressive Collapsing Foot Deformity, kurz PCFD, verwendet.
Tibialis-posterior-Dysfunktion und Knick-Senkfuss: Wo liegt der Unterschied?
Ein Knick-Senkfuss beschreibt eine Fussform, bei der das innere Längsgewölbe abgesenkt und die Ferse im Stand stärker nach aussen gekippt sein kann. Viele Menschen besitzen eine solche Fussform seit Jahren, ohne relevante Beschwerden zu entwickeln. Ein flacher Fuss ist daher nicht automatisch krankhaft.
Bei einer erworbenen, sich verändernden Fussfehlstellung können dagegen mehrere Strukturen an Stabilität verlieren. Neben der Tibialis-posterior-Sehne können insbesondere Bänder und Gelenkverbindungen betroffen sein. Das erklärt, weshalb die moderne PCFD-Klassifikation nicht mehr ausschliesslich die Sehne in den Mittelpunkt stellt.
Entscheidend ist die Entwicklung: War dein Fuss schon immer flach, ohne Schmerzen? Oder verändert sich ein Fuss in letzter Zeit deutlich, begleitet von Schmerzen, Schwellung oder Kraftverlust? Eine neue einseitige Absenkung des Fussgewölbes verdient eine fachliche Untersuchung, selbst wenn die Beschwerden zunächst noch gut auszuhalten sind.
Warum ein Knick-Senkfuss nicht immer behandelt werden muss
Die Fussform allein ist keine ausreichende Behandlungsindikation. Wenn du beschwerdefrei bist, normal gehen kannst und keine fortschreitende Veränderung vorliegt, besteht nicht automatisch ein Bedarf an Einlagen oder gezielten Korrekturübungen. Die klinische Untersuchung orientiert sich an Symptomen, Funktion und möglichen Veränderungen im Verlauf.
Warum eine neue Fussfehlstellung ernst genommen werden sollte
Wenn das Fussgewölbe einseitig sichtbar absinkt, die Ferse ihre Stellung verändert und das Aufrichten auf die Zehenspitzen zunehmend schwerfällt, kann eine relevante Funktionsstörung vorliegen. In dieser Situation sollte nicht ausschliesslich mit Internetübungen experimentiert werden. Eine orthopädische Untersuchung kann klären, ob eine flexible oder bereits steifere Fehlstellung besteht.
Typische Symptome: So können sich Schmerzen am Innenknöchel anfühlen
Häufig beginnt eine Tibialis-posterior-Tendinopathie mit einem belastungsabhängigen Ziehen hinter oder unterhalb des Innenknöchels. Manche Betroffene beschreiben einen Druckschmerz entlang der Sehne oder Beschwerden am inneren Fussgewölbe. Bei längeren Spaziergängen, beim Stehen oder beim Laufen kann sich der Schmerz verstärken.
Zeitweise können Schwellung und Druckempfindlichkeit auftreten. Ein typischer Hinweis ist, dass das Aufrichten auf die Zehenspitzen auf der betroffenen Seite schmerzhaft oder schwieriger ist. Das allein beweist jedoch keine bestimmte Diagnose, weil auch andere Erkrankungen die Bewegung beeinträchtigen können.
In späteren oder komplexeren Fällen kann sich die Fussform verändern. Manche Menschen bemerken, dass der Schuh an einer Seite anders abgenutzt wird oder dass das Fussgewölbe weniger ausgeprägt erscheint. Wenn zusätzlich Schmerzen an der Aussenseite des Rückfusses auftreten, kann dies auf eine veränderte Belastung weiterer Strukturen hinweisen.
Warum tut die Innenseite des Knöchels beim Gehen weh?
Beim Gehen wird die Tibialis-posterior-Sehne wiederholt belastet. Wenn ihre aktuelle Belastbarkeit nicht zu den Anforderungen passt, können Beschwerden entstehen. Eine plötzliche Steigerung der Gehstrecke, ungewohnte Wanderungen oder viele Stunden auf den Beinen können als Auslöser infrage kommen.
Allerdings können ähnliche Beschwerden auch nach einer Verstauchung oder bei anderen Sehnenproblemen auftreten. Welche Struktur beteiligt ist, muss anhand des Verlaufs und der Untersuchung beurteilt werden. Bei einem klaren Unfallmechanismus ist eine Verletzungsdiagnostik besonders wichtig.
Was bei einer akuten Verletzung zu beachten ist, erklären wir im Beitrag Fuss verstaucht: Symptome und richtige Behandlung.
Schmerzen beim Joggen oder Wandern
Laufen und Wandern stellen unterschiedliche Anforderungen an Fuss und Unterschenkel. Beim Joggen wechseln hohe Kräfte und kurze Bodenkontaktzeiten. Beim Wandern können lange Belastungszeiten und unebener Untergrund relevant sein. Bei einer gereizten Sehne muss deshalb nicht jede Aktivität verboten werden, aber die Trainingsdosis kann vorübergehend angepasst werden.
Wenn die Schmerzen eher am Schienbein als hinter dem Innenknöchel liegen, ist eine andere Ursache möglich. Mehr dazu findest du unter Schienbeinschmerzen beim Joggen.
Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es?
Veränderungen der Belastung
Ein deutlicher Anstieg der Laufkilometer, neue Trainingsformen oder langes Stehen können Beschwerden begünstigen. Dabei gibt es keine allgemein gültige Grenze, ab der eine Sehne überlastet ist. Entscheidend sind die individuelle Ausgangsbelastbarkeit, die Erholung und die Entwicklung der Symptome.
Alter und weitere Einflussfaktoren
In vielen veröffentlichten Studien waren die untersuchten Menschen über vierzig Jahre alt, häufig mit höherem Körpergewicht. Daraus lässt sich jedoch keine sichere individuelle Ursache ableiten. Die vorhandenen Studienpopulationen waren teilweise wenig vielfältig, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse begrenzt.
Fussform, Bänder und Beweglichkeit
Die Form des Fusses, die Funktion stabilisierender Bänder und die Beweglichkeit des Sprunggelenks können die Belastungsverteilung beeinflussen. Eine Sehnenreizung bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Fussform die alleinige Ursache ist. Auch Menschen mit normal erscheinendem Fussgewölbe können Beschwerden entlang der Tibialis-posterior-Sehne entwickeln.
Frühere Verletzungen und entzündliche Erkrankungen
Frühere Verletzungen oder bestimmte entzündlich-rheumatische Erkrankungen können für die ärztliche Einordnung relevant sein. Bei deutlicher Überwärmung, mehreren betroffenen Gelenken oder ungewöhnlich langer Morgensteifigkeit müssen gegebenenfalls andere Erkrankungen berücksichtigt werden.
Tibialis posterior oder Tarsaltunnelsyndrom?
Beide Probleme können Beschwerden hinter dem Innenknöchel verursachen, betreffen aber unterschiedliche Strukturen. Beim Tarsaltunnelsyndrom steht eine Reizung beziehungsweise Kompression des Schienbeinnervs oder seiner Äste im Mittelpunkt. Typisch können Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle an der Fusssohle sein.
Eine Tendinopathie verursacht dagegen häufiger belastungsabhängige Schmerzen entlang der Sehne und gegebenenfalls Druckempfindlichkeit. Diese Unterscheidung ist jedoch nicht absolut. Manche Menschen haben gemischte Beschwerden, und die Diagnose lässt sich nicht durch einen einzigen Selbsttest sicher stellen.
Eine ausführliche Erklärung der neurologischen Ursachen findest du in unserem Artikel Tarsaltunnelsyndrom: Symptome, Diagnostik und Übungen.
Andere Ursachen für Schmerzen am Fuss
Plantarfasziitis und morgendlicher Fersenschmerz
Wenn die Beschwerden besonders unter der Ferse auftreten und die ersten Schritte nach dem Aufstehen schmerzen, kann eine Plantarfasziopathie wahrscheinlicher sein. Die Schmerzregion liegt dann meist nicht entlang der Tibialis-posterior-Sehne hinter dem Innenknöchel. Zur Einordnung haben wir einen eigenen Ratgeber über Fersenschmerzen morgens und Plantarfasziitis.
Achillessehnenschmerzen
Die Achillessehne verläuft hinten an der Ferse und überträgt Kraft der Wadenmuskulatur. Beschwerden sind typischerweise eher an der Rückseite des Sprunggelenks oder oberhalb des Fersenbeins zu spüren. Auch hier können Belastungsänderungen eine Rolle spielen, die Behandlung ist jedoch nicht identisch. Weitere Informationen bietet unser Artikel Achillessehnenschmerzen: Behandlung und Übungen.
Morton-Neurom und Vorfussschmerzen
Brennende Beschwerden zwischen den Mittelfussknochen, manchmal mit dem Gefühl eines Steinchens im Schuh, können auf andere Ursachen hinweisen. Ein Morton-Neurom betrifft typischerweise einen Nerv im Vorfuss und nicht die Tibialis-posterior-Sehne. Mehr darüber erfährst du unter Morton-Neurom: Schmerzen im Vorfuss.
Hallux valgus und Veränderungen der Zehenstellung
Ein Hallux valgus verändert die Stellung der Grosszehe und kann mit Beschwerden am Grosszehengrundgelenk verbunden sein. Er ist keine direkte Bestätigung einer Tibialis-posterior-Dysfunktion. Mehrere Veränderungen können gleichzeitig vorliegen, sollten aber getrennt beurteilt werden. Unser Artikel Hallux valgus: Ursachen und Behandlung erklärt die typischen Merkmale.
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Wie wird eine Tibialis-posterior-Tendinopathie diagnostiziert?
Am Anfang steht ein Gespräch über den Verlauf der Schmerzen, Belastungen, mögliche Verletzungen und Veränderungen der Fussform. Danach werden Fuss und Sprunggelenk im Sitzen und im Stand untersucht. Besonders wichtig ist, ob die Fussform flexibel bleibt und wie gut die Muskulatur unter Belastung arbeitet.
Die Untersuchung kann das Abtasten des Sehnenverlaufs, die Beurteilung der Beweglichkeit und funktionelle Aufgaben umfassen. Ein Vergleich beider Seiten hilft, auffällige Unterschiede einzuordnen. Gleichzeitig sollten neurologische Zeichen und andere mögliche Schmerzquellen berücksichtigt werden.
Was zeigt der einbeinige Zehenstand?
Beim sogenannten Single-Leg-Heel-Rise-Test versucht die untersuchte Person, sich kontrolliert auf einem Bein auf die Zehenspitzen zu stellen. Schwierigkeiten, Schmerzen oder eine veränderte Bewegung der Ferse können Hinweise auf eine Funktionsstörung liefern. Der Test ist aber kein sicherer Selbstbeweis für einen Sehnenriss.
Wer starke Schmerzen, Unsicherheit oder eine deutlich veränderte Fussform hat, sollte diese Aufgabe nicht wiederholt erzwingen. In einer fachlichen Untersuchung wird der Test an die aktuelle Situation angepasst und gemeinsam mit anderen Befunden bewertet.
Wann sind Ultraschall, Röntgen oder MRT sinnvoll?
Ultraschall kann Veränderungen an der Sehne und ihrer Umgebung darstellen. Ein MRT kommt infrage, wenn der Befund unklar ist, zusätzliche Strukturen beurteilt werden sollen oder eine operative Planung ansteht. Bei einer auffälligen Fussfehlstellung können Röntgenaufnahmen unter Belastung helfen, die Gelenkstellung zu beurteilen.
Nicht jede Person mit Innenknöchelschmerzen benötigt sofort ein MRT. Bildgebung sollte eine konkrete klinische Frage beantworten. Auch eine im Bild auffällige Sehne muss immer im Zusammenhang mit den Beschwerden und der Funktion interpretiert werden.
Wann musst du mit Innenknöchelschmerzen dringend zum Arzt?
Nach einem Unfall mit starken Schmerzen, deutlicher Fehlstellung oder Unfähigkeit, den Fuss zu belasten, ist eine rasche medizinische Untersuchung nötig. Gleiches gilt bei einem akut stark geröteten, heissen und geschwollenen Gelenk mit Fieber oder erheblichem Krankheitsgefühl.
Eine plötzlich einseitig geschwollene Wade kann andere Ursachen wie eine Thrombose haben und sollte dringend abgeklärt werden. Bei Atemnot oder Brustschmerzen ist sofortige Notfallhilfe erforderlich. Zunehmende Taubheit, ausgeprägte Kraftverluste oder eine rasch entstehende Fussfehlstellung gehören ebenfalls zeitnah untersucht.
Auch ohne akute Warnzeichen ist eine fachliche Beurteilung sinnvoll, wenn Schmerzen über Wochen anhalten, der Fuss sichtbar seine Form verändert oder das Gehen zunehmend eingeschränkt ist.
Was hilft bei einer gereizten Tibialis-posterior-Sehne?
Belastung vorübergehend anpassen
Ein erster Schritt kann sein, die aktuell stark schmerzhaften Belastungen zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise sehr lange Wanderungen, schnelle Laufintervalle oder viele Stunden ohne Pause auf den Beinen. Ziel ist jedoch keine dauerhafte vollständige Schonung. Vielmehr soll die Belastung so gestaltet werden, dass sich die Beschwerden beruhigen und die Funktion anschliessend wieder aufgebaut werden kann.
Wenn Gehen gut möglich ist, können kürzere Strecken mit Pausen sinnvoller sein als eine einzige lange Einheit. Für die Ausdauer kommen vorübergehend auch Radfahren oder Schwimmen infrage, sofern diese Aktivitäten gut vertragen werden. Entscheidend ist die Reaktion während und nach der Belastung.
Schuhe und Einlagen
Einlagen oder Orthesen können das Fussgewölbe unterstützen und die Beschwerden bei ausgewählten frühen Befunden reduzieren. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2021 fand Hinweise auf einen Nutzen, betonte aber auch methodische Einschränkungen der wenigen randomisierten Studien.
Nicht jeder flache Fuss braucht eine Einlage. Ebenso gibt es keine überzeugende Grundlage für die Behauptung, nur eine einzige Schuhform könne die Sehne heilen. Schuhe sollten bequem sein, ausreichend Halt bieten und zur jeweiligen Aktivität passen. Ob eine individuelle Orthese sinnvoll ist, lässt sich am besten anhand der Untersuchung entscheiden.
Gezielte Physiotherapie
Physiotherapie kann die Belastbarkeit der Sehne, die Kraft der Fuss- und Wadenmuskulatur sowie das Gleichgewicht trainieren. Bei frühen Befunden werden häufig Übungen mit Widerstandsband, kontrolliertes Fersenheben und funktionelle Belastungsaufgaben eingesetzt.
Ein systematischer Review von Ross und Mitarbeitenden aus dem Jahr 2018 fand nur drei randomisierte Studien mit insgesamt 93 Teilnehmenden. Exzentrisches Training in Kombination mit weiteren Massnahmen zeigte teilweise Vorteile bei Schmerzen und Funktion. Die Daten reichen aber nicht aus, um eine optimale Trainingsmethode oder eine universell richtige Wiederholungszahl festzulegen.
Eine spätere Scoping-Review bestätigte, dass viele Fragen offen sind. Deshalb sollte ein Programm individuell angepasst werden, statt eine bestimmte Übung oder einen angeblich perfekten Fusswinkel als alleinige Lösung zu verkaufen.
Dehnen: Nicht jede Dehnung ist sinnvoll
Dehnübungen werden bei Fussbeschwerden häufig empfohlen. Bei einer gereizten Tibialis-posterior-Sehne kann eine aggressive Dehnung in starker Sprunggelenksbeugung jedoch zusätzliche Druck- und Zugbelastung hinter dem Innenknöchel erzeugen. Das kann insbesondere in einer empfindlichen Phase unangenehm sein.
Sanfte Beweglichkeit kann hilfreich sein, aber Dehnen muss nicht um jeden Preis stattfinden. Wenn eine Übung genau den typischen Sehnenschmerz deutlich provoziert, sollte sie angepasst oder zunächst weggelassen werden.
Sechs Übungen bei Tibialis-posterior-Beschwerden
Die folgenden Übungen sind Beispiele für frühe, gut tolerierte Beschwerden ohne akute Verletzung und ohne rasch fortschreitende Fussfehlstellung. Sie ersetzen weder eine Untersuchung noch ein individuelles Rehabilitationsprogramm. Bei deutlicher Schwellung, starkem Schmerz oder erheblicher Schwäche sollte die Diagnose zuerst abgeklärt werden.
Übung 1: Ruhige Fussbewegungen im Sitzen
Setze dich bequem hin und stelle den Fuss auf den Boden. Bewege das Sprunggelenk langsam innerhalb eines angenehmen Bereichs vor und zurück. Vermeide es, den Fuss mit Kraft in eine schmerzhafte Endposition zu drücken. Beginne beispielsweise mit zehn bis fünfzehn ruhigen Bewegungen. Ziel ist eine gut verträgliche Bewegung, nicht eine maximale Dehnung.
Übung 2: Sanfte Einwärtsbewegung gegen ein leichtes Band
Setze dich mit ausgestrecktem oder leicht gebeugtem Bein hin und befestige ein leichtes Widerstandsband so, dass es eine kleine Auswärtszugkraft am Vorfuss erzeugt. Bewege den Fuss langsam etwas nach innen und kehre kontrolliert zurück. Halte den Bewegungsumfang klein und vermeide ruckartige Drehungen.
Beginne beispielsweise mit einem Satz aus acht bis zehn Wiederholungen. Bei guter Verträglichkeit kann später ein zweiter Satz folgen. Eine schmerzhafte Sehne sollte nicht sofort mit einem starken Band oder maximaler Kraft trainiert werden.
Übung 3: Beidbeiniger Fersenheber mit Unterstützung
Stelle dich mit beiden Füssen auf den Boden und halte dich an einer stabilen Arbeitsfläche fest. Hebe die Fersen langsam an, soweit es angenehm möglich ist, und senke sie wieder. Achte darauf, dass du nicht auf die Fussaussenkante ausweichst oder die Bewegung erzwingst.
Als Einstieg können sechs bis zehn kontrollierte Wiederholungen genügen. Wenn der einbeinige Zehenstand deutlich schmerzt oder nicht möglich ist, ist diese leichtere Variante häufig besser geeignet. Bei stärkerer Funktionsstörung kann selbst der beidbeinige Fersenheber zunächst zu anspruchsvoll sein.
Übung 4: Kleine Gewichtsverlagerungen im Stand
Stelle dich hüftbreit auf und halte dich bei Bedarf an einer Tischkante fest. Verlagere dein Gewicht langsam von einem Fuss auf den anderen. Versuche, die Bewegung kontrolliert auszuführen, ohne die Zehen fest in den Boden zu krallen. Beginne mit wenigen Wiederholungen und achte auf die Reaktion am nächsten Tag.
Diese Übung kann helfen, wieder Vertrauen in die Belastung des Fusses zu entwickeln. Sie ist keine Korrekturtechnik, mit der sich ein abgesunkenes Fussgewölbe in kurzer Zeit anatomisch zurückformen liesse.
Übung 5: Fussgewölbe bewusst aktivieren
Setze den Fuss flach auf den Boden. Versuche, die Muskulatur der Fusssohle leicht anzuspannen, ohne die Zehen stark zu beugen oder den Fuss krampfhaft nach aussen zu drehen. Manche Menschen stellen sich vor, den Fuss sanft zu verkürzen. Halte die Spannung kurz und löse sie wieder.
Sechs bis zehn ruhige Wiederholungen sind ein möglicher Einstieg. Die Übung trainiert vor allem die Wahrnehmung und Kontrolle kleiner Fussmuskeln. Es ist nicht belegt, dass sie allein eine relevante erworbene Fussfehlstellung beheben kann.
Übung 6: Unterstützter Einbeinstand
Stelle dich neben eine Wand oder stabile Arbeitsfläche. Verlagere das Gewicht vorsichtig auf ein Bein und halte die Position zunächst zehn bis zwanzig Sekunden. Nutze bei Bedarf beide Hände zur Unterstützung. Sobald das sicher und gut verträglich funktioniert, kann die Unterstützung allmählich reduziert werden.
Diese Übung trainiert Gleichgewicht und Belastungskontrolle. Sie ist jedoch keine gute Wahl bei deutlicher Instabilität, hohem Sturzrisiko oder akut starken Schmerzen. In solchen Fällen sollte eine sichere Alternative gemeinsam mit einer Fachperson gewählt werden.
Wie oft sollte man trainieren?
Für Kraftübungen können zwei bis drei Einheiten pro Woche ein vernünftiger Ausgangspunkt sein. Leichte Bewegungsübungen lassen sich je nach Verträglichkeit häufiger durchführen. Die genannten Wiederholungszahlen sind praktische Beispiele, keine wissenschaftlich bewiesene Standarddosierung für alle Menschen mit Tibialis-posterior-Tendinopathie.
Achte nicht nur auf die Schmerzen während des Trainings, sondern auch auf Schwellung, Gehfähigkeit und die Reaktion am nächsten Tag. Nimmt die Beschwerdelast deutlich zu oder verschlechtert sich die Funktion, sollte die Trainingsdosis angepasst und gegebenenfalls erneut untersucht werden.
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Wie lange dauert die Heilung der Tibialis-posterior-Sehne?
Sehnenbeschwerden entwickeln sich oft über Wochen oder Monate und bessern sich nicht immer innerhalb weniger Tage. Wie lange die Rehabilitation dauert, hängt von der Diagnose, dem Stadium, der Belastbarkeit und den individuellen Zielen ab. Ein leichter belastungsabhängiger Schmerz ist etwas anderes als eine fortgeschrittene erworbene Fussfehlstellung.
Ein sinnvoller Fortschritt kann zunächst sein, dass normales Gehen wieder leichter fällt, die Schwellung abnimmt und der Fersenheber besser gelingt. Erst danach müssen längere Wanderungen, Sprünge oder Laufbelastungen wieder aufgebaut werden. Eine starre Heilungsdauer lässt sich aus den vorhandenen Studien nicht seriös ableiten.
Wenn trotz angemessener Behandlung keine Besserung eintritt, sollte die Diagnose überprüft werden. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob mehr Training nötig ist, sondern auch darum, ob eine zusätzliche Verletzung, eine andere Erkrankung oder eine veränderte Fussstellung vorliegt.
Wann sind Orthesen, Ruhigstellung oder eine Operation nötig?
Bei stärkeren frühen Beschwerden kann vorübergehend eine stabilisierende Orthese oder in ausgewählten Fällen eine zeitlich begrenzte Ruhigstellung medizinisch sinnvoll sein. Diese Massnahmen werden individuell entschieden. Eine längere Ruhigstellung ohne klaren Anlass kann Muskelkraft und Funktion beeinträchtigen.
Bei einer ausgeprägten oder fortschreitenden Fussfehlstellung ist eine orthopädische Beurteilung wichtig. Das gilt besonders, wenn die Fehlstellung steifer wird, das Aufrichten auf die Zehenspitzen nicht mehr gelingt oder die Beschwerden trotz angemessener konservativer Behandlung anhalten.
Eine Operation ist nicht die automatische Folge einer Tendinopathie. Bei ausgewählten komplexeren Befunden können jedoch Eingriffe an Sehnen, Bändern oder Knochen notwendig werden. Welche Technik infrage kommt, hängt unter anderem von Flexibilität, Gelenkstellung, möglichen Arthroseveränderungen und dem individuellen Funktionsverlust ab.
Die moderne PCFD-Terminologie berücksichtigt ausdrücklich, dass es sich um ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Strukturen handeln kann. Deshalb lässt sich ein fortgeschrittener Befund nicht mit einem einzelnen Sehnentest oder einer allgemeinen Internetübung ausreichend beurteilen.
Darf ich mit Tibialis-posterior-Schmerzen weiterlaufen?
Eine pauschale Antwort wäre unseriös. Bei milden, gut kontrollierbaren Beschwerden kann eine reduzierte Belastung möglich sein. Bei deutlich zunehmendem Schmerz, Schwellung, Hinken oder einer sich verändernden Fussform ist eine Laufpause und fachliche Abklärung häufig sinnvoller.
Für den Wiedereinstieg können kürzere Einheiten, flacher Untergrund und ausreichende Erholung helfen. Erst wenn diese Belastungen gut vertragen werden, lässt sich die Dauer oder Intensität steigern. Eine schmerzhafte Sehne muss nicht durch besonders harte Trainingseinheiten abgehärtet werden.
Video: Lerne die Arbeit hinter Mein Physio kennen
In diesem Video stelle ich meine Arbeit als Physiotherapeut und meinen beruflichen Hintergrund vor. Du erfährst, wer hinter Mein Physio steht und weshalb verständliche, wissenschaftlich fundierte Informationen über Beschwerden und Rehabilitation wichtig sind. Das Video ist eine persönliche Vorstellung und keine spezielle Übungsanleitung für die Tibialis-posterior-Sehne.
Häufige Fragen zur Tibialis-posterior-Sehne
Kann eine Tibialis-posterior-Tendinopathie von selbst besser werden?
Beschwerden können sich unter geeigneter Belastungsanpassung verbessern. Ob zusätzliche Physiotherapie, Einlagen oder eine orthopädische Behandlung sinnvoll sind, hängt von den Symptomen und der Fussfunktion ab. Bei einer neu entstehenden Fehlstellung sollte nicht darauf vertraut werden, dass sich die Situation ohne Untersuchung sicher zurückbildet.
Ist ein Knick-Senkfuss immer die Ursache?
Nein. Viele Menschen besitzen einen flacheren Fuss ohne Beschwerden. Eine Tibialis-posterior-Tendinopathie kann auch ohne deutliche Fussfehlstellung vorkommen. Entscheidend ist die individuelle Kombination aus Schmerz, Funktion, Gewebebefund und möglicher Veränderung der Fussform.
Kann man die Sehne mit Übungen heilen?
Gezieltes Training kann Beschwerden und Funktion verbessern. Die vorhandenen Studien sind jedoch klein und erlauben keine Garantie auf vollständige Heilung. Bei strukturellen Fehlstellungen reichen Übungen allein nicht immer aus.
Helfen Einlagen wirklich?
Bei ausgewählten frühen Befunden können Einlagen oder Orthesen die Beschwerden reduzieren und das Training unterstützen. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von der Fussform, der Funktion und den Symptomen ab. Einlagen sind keine automatische Pflicht für jeden Menschen mit flachem Fuss.
Ist der einbeinige Zehenstand ein zuverlässiger Selbsttest?
Schmerzen oder Schwierigkeiten können ein Hinweis sein, beweisen aber keine bestimmte Diagnose. Andere Verletzungen, Schwäche oder Gleichgewichtsprobleme können das Ergebnis ebenfalls beeinflussen. Bei starkem Schmerz sollte der Test nicht wiederholt erzwungen werden.
Kann die Sehne reissen?
Eine relevante Schädigung oder ein Riss ist möglich, aber nicht jede Tendinopathie bedeutet einen Riss. Eine plötzliche deutliche Funktionsverschlechterung, starke Beschwerden oder eine rasch veränderte Fussform gehören fachlich abgeklärt.
Soll ich die Wade stark dehnen?
Nicht unbedingt. Intensive Dehnungen können hinter dem Innenknöchel zusätzlich Druck und Zug erzeugen. Wenn eine Dehnung die typischen Beschwerden provoziert, sollte sie angepasst oder weggelassen werden. Sanfte Beweglichkeit und gezielter Kraftaufbau sind nicht mit erzwungenem Dehnen gleichzusetzen.
Brauche ich sofort ein MRT?
Nicht immer. Eine gute klinische Untersuchung steht am Anfang. Ultraschall, belastete Röntgenbilder oder MRT werden je nach Fragestellung eingesetzt. Die Bildgebung sollte die Behandlung sinnvoll beeinflussen und nicht nur möglichst viele Befunde sammeln.
Was ist der Unterschied zwischen PTTD und PCFD?
PTTD ist eine ältere Bezeichnung für eine Funktionsstörung der Tibialis-posterior-Sehne und damit verbundene Zustände. PCFD beschreibt eine komplexere fortschreitende Fussfehlstellung, an der mehrere Bänder, Sehnen und Gelenke beteiligt sein können. Nicht jede Tendinopathie ist eine PCFD.
Fazit: Schmerzen am Innenknöchel richtig einordnen
Die Tibialis-posterior-Sehne ist eine wichtige Struktur für die Funktion des Fusses. Schmerzen hinter dem Innenknöchel können durch eine Tendinopathie entstehen, haben aber auch andere mögliche Ursachen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer schmerzhaften Sehne und einer sich entwickelnden Fussfehlstellung.
Bei geeigneten frühen Befunden können Belastungsanpassung, passende Schuhe oder Orthesen und individuell abgestimmte Physiotherapie helfen. Die Studienlage zum optimalen Trainingsprogramm ist begrenzt. Deshalb sind unrealistische Heilungsversprechen ebenso wenig angebracht wie die pauschale Empfehlung, jede Belastung zu vermeiden.
Wenn die Fussform sichtbar verändert ist, der Zehenstand zunehmend schwerfällt oder Warnzeichen auftreten, solltest du die Beschwerden fachlich untersuchen lassen. Die sechs Übungen dienen als allgemeine Orientierung und ersetzen keine persönliche Diagnose.
Wissenschaftliche Quellen und Bildnachweis
Ross M. H., Smith M. D., Mellor R. und Vicenzino B. (2018): Exercise for posterior tibial tendon dysfunction: a systematic review of randomised clinical trials and clinical guidelines. BMJ Open Sport & Exercise Medicine 4:e000430. DOI: 10.1136/bmjsem-2018-000430. Der Review schloss drei randomisierte Studien mit 93 Teilnehmenden ein.
Characteristics and Future Direction of Tibialis Posterior Tendinopathy Research: A Scoping Review (2022). Übersicht über 44 Studien und die Grenzen der Forschung zu Diagnostik, Orthesen und Rehabilitation.
Gómez-Jurado I., Juárez-Jiménez J. M. und Munuera-Martínez P. V. (2021): Orthotic treatment for stage I and II posterior tibial tendon dysfunction: a systematic review. Clinical Rehabilitation. DOI: 10.1177/0269215520960121.
Myerson M. S. und Mitarbeitende (2020): Classification and Nomenclature: Progressive Collapsing Foot Deformity. Foot & Ankle International. DOI: 10.1177/1071100720950722.
Review of Classification Systems for Adult Acquired Flatfoot Deformity and Progressive Collapsing Foot Deformity (2024). Übersichtsarbeit zur Weiterentwicklung der Fussfehlstellungsklassifikationen.
Posterior Tibial Tendon Dysfunction: An Overview (2017). Klinische Übersicht über Untersuchung, Stadien und Therapie.
American Academy of Orthopaedic Surgeons: Progressive Collapsing Foot Deformity: Patienteninformation zu Untersuchung und Behandlung. OrthoInfo, spanischsprachige Fassung.
Anatomieabbildung: Henry Vandyke Carter, aus Gray's Anatomy (1918), Tafel 358, Wikimedia Commons: Gray358.png. Gemeinfreies Werk – Public Domain Mark 1.0. Die historische Abbildung zeigt die Sehnen und Bänder der Fusssohle, keine pathologische Veränderung.
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