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Atemgeräusche beim Neugeborenen – normal oder bedenklich?


Viele frischgebackene Eltern erschrecken, wenn ihr Neugeborenes plötzlich röchelt, schnarcht, pfeift oder unregelmäßig atmet. Besonders in ruhigen Momenten oder nachts wirken diese Atemgeräusche oft laut, fremd und beunruhigend. Schnell taucht die Frage auf: Atmet mein Baby richtig? Ist das gefährlich? Muss ich zum Arzt?

Die gute Nachricht vorweg: Die meisten Atemgeräusche bei Neugeborenen sind völlig normal und harmlos. Sie gehören zur Anpassung an das Leben außerhalb des Mutterleibs. Dennoch gibt es Situationen, in denen genaues Hinschauen wichtig ist. Dieser Artikel erklärt ausführlich, verständlich und SEO-optimiert, welche Atemgeräusche normal sind, warum sie entstehen, wann Eltern beruhigt sein können – und wann ärztliche Abklärung notwendig ist.







Warum machen Neugeborene so viele Atemgeräusche?


Das Atmungssystem eines Neugeborenen ist noch unreif und sehr empfindlich. Atemwege, Schleimhäute, Muskulatur und Nervensteuerung müssen sich erst entwickeln. Gleichzeitig sind die anatomischen Strukturen deutlich kleiner als bei älteren Kindern oder Erwachsenen.

Schon geringe Faktoren können daher hörbare Geräusche verursachen:


  • enge Nasengänge

  • weiche Knorpelstrukturen

  • Schleimreste

  • wechselnde Atemrhythmen


Was für Erwachsene kaum wahrnehmbar wäre, klingt bei einem Neugeborenen schnell dramatisch – ist es aber meist nicht.



Welche Atemgeräusche gelten als normal?


Röcheln und Schnorcheln


Ein leichtes Röcheln oder Schnorcheln gehört zu den häufigsten Atemgeräuschen bei Neugeborenen. Ursache sind meist Schleimreste in Nase oder Rachen. Babys können noch nicht bewusst durch den Mund atmen und ihre Nase nicht selbst reinigen.

Typisch:

  • verstärkt im Liegen

  • häufiger nach dem Trinken

  • oft im Schlaf hörbar


👉 Solange dein Baby ruhig wirkt, gut trinkt und rosige Haut hat, ist das Röcheln in der Regel harmlos.


Pfeifende oder fiepende Geräusche


Pfeifende Atemgeräusche entstehen oft durch enge, weiche Atemwege, die bei Neugeborenen normal sind. Beim Ein- oder Ausatmen kann Luft durch diese engen Strukturen strömen und hörbare Geräusche erzeugen.

Besonders auffällig:

  • bei Aufregung

  • beim Trinken

  • beim Weinen


Auch hier gilt: Ohne weitere Symptome besteht meist kein Grund zur Sorge.


Unregelmäßige Atmung und Atempausen


Neugeborene atmen nicht gleichmäßig wie Erwachsene. Stattdessen zeigen sie eine sogenannte periodische Atmung:

  • schnelle Atemzüge

  • gefolgt von kurzen Pausen (bis ca. 5–10 Sekunden)


Das wirkt für Eltern oft beängstigend, ist aber physiologisch normal und Ausdruck der unreifen Atemsteuerung.


Leichtes Schnarchen


Leises Schnarchen kann bei Neugeborenen auftreten, besonders:

  • in Rückenlage

  • bei leicht verstopfter Nase

  • bei trockener Raumluft


Solange das Schnarchen nicht dauerhaft laut ist oder mit Atemnot einhergeht, ist es meist unproblematisch.



Warum sind die Atemwege von Neugeborenen so empfindlich?


Anatomische Besonderheiten

  • sehr kleine Nasengänge

  • weicher Kehlkopfknorpel

  • enge Luftröhre

  • Schleimhäute schwellen leicht an


Schon minimale Reize reichen aus, um den Luftstrom hörbar zu verändern.


Schleimreste aus Schwangerschaft und Geburt


Viele Babys haben in den ersten Lebenswochen noch Fruchtwasser- oder Schleimreste in den Atemwegen. Diese lösen sich nach und nach von selbst – und verursachen vorübergehend Geräusche.


Unreife Muskelspannung


Die Muskulatur im Rachen- und Kehlkopfbereich ist noch nicht voll entwickelt. Dadurch können Strukturen beim Atmen leicht vibrieren oder nachgeben – was als Geräusch hörbar wird.


Wann sind Atemgeräusche harmlos?


Atemgeräusche gelten in der Regel als unbedenklich, wenn dein Baby:

  • normal trinkt

  • gut zunimmt

  • rosige Hautfarbe hat

  • ruhig schläft

  • keine Atemnot zeigt


In diesen Fällen handelt es sich fast immer um eine normale Entwicklungsphase.



Wann sollten Eltern aufmerksam werden?


Es gibt jedoch Situationen, in denen Atemgeräusche abgeklärt werden sollten.


Warnzeichen, die ärztlich beurteilt werden sollten:


  • sehr laute, anhaltende Geräusche

  • sichtbare Atemanstrengung (Einziehungen an Brust oder Hals)

  • schnelle oder angestrengte Atmung

  • Blaufärbung von Lippen oder Haut

  • Trinkschwäche

  • Fieber

  • auffällige Müdigkeit oder Apathie


👉 Treten mehrere dieser Zeichen gleichzeitig auf, sollte zeitnah medizinischer Rat eingeholt werden.



Häufige Ursachen für auffällige Atemgeräusche


Verstopfte Nase


Neugeborene sind reine Nasenatmer. Schon kleinste Schleimmengen können Geräusche verursachen. Trockene Heizungsluft verschärft das Problem.


Infekte


Erkältungen verlaufen bei Neugeborenen oft ohne klassisches Schnupfenbild, äußern sich aber durch Atemgeräusche und Trinkprobleme.


Reflux


Aufsteigende Magensäure kann den Rachen reizen und Atemgeräusche verursachen – meist in Kombination mit Spucken oder Unruhe.


Weiche Kehlkopfstrukturen (Laryngomalazie)


Eine häufige, meist harmlose Besonderheit, bei der der Kehlkopf beim Einatmen leicht nachgibt. Typisch sind pfeifende Geräusche, vor allem im Liegen oder bei Aufregung. In den meisten Fällen wächst sich das Problem von selbst aus.


Was Eltern selbst tun können


  • für feuchte Raumluft sorgen

  • Baby in Rückenlage schlafen lassen

  • Kopf leicht erhöht lagern (nach Absprache)

  • Nase bei Bedarf sanft reinigen

  • auf Rauch, Duftstoffe und trockene Luft verzichten

Wichtig: Keine Wattestäbchen oder aggressiven Maßnahmen in der Nase anwenden.



Fazit: Atemgeräusche beim Neugeborenen sind meist normal


So beunruhigend Atemgeräusche auch klingen mögen – in den meisten Fällen sind sie Ausdruck der normalen Anpassung und Reifung des kindlichen Körpers. Neugeborene sind keine „leisen Atmer“, und viele Geräusche verschwinden von selbst innerhalb der ersten Lebensmonate.

Entscheidend ist nicht das Geräusch allein, sondern der Gesamtzustand deines Babys. Wirkt es zufrieden, trinkt gut und entwickelt sich normal, darfst du beruhigt sein. Bei Unsicherheit gilt dennoch: Lieber einmal mehr nachfragen als einmal zu wenig.


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Artikel geprüft von: Roman Welzk




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